Rezension zu Ruprecht Günther: Der Botschafter des Teufels

Vom Bookshouse Verlag bekam ich diesen Thriller als Rezensionsexemplar im mobi Format zugesandt. Dafür zunächst einmal recht herzlichen Dank! Und, wie ich schon gleich anfangs beim Lesen gemerkt habe, hat sich die Lektüre auf jeden Fall gelohnt 😀 .

 

Allgemeines:

 

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Copyright © 2015 at Bookshouse Ltd., Villa Niki, 8722 Pano Akourdaleia, Cyprus

Druck und Bindung: CPI books

Printed in Germany

Erschienen 04.11.2015

1590 KB bzw. 331 Seiten

ISBNs:

978-9963-53-138-7 (Paperback)

978-9963-53-141-7 (mobi)

978-9963-53-140-0 (epub)

 

Quelle Coverbild: Bookshouse

 

 

 

Coverbild:

 

Fünf Schmetterlinge im Kleid der angolanischen Flagge tummeln sich auf weißem Hintergrund, darunter sieht man Autor und Titel in großen, schwarzen Lettern. Der Teufel prangt jedoch ganz passend in einem blutigen Rot. Im Ganzen ein sehr gelungenes Cover welches die Thematik des Buchs voll aufgreift.

 

Figuren:

 

Peter „Gläschen“ Becher: Erster Sekretär der Deutschen Botschaft in Lissabon. Dramatische Ereignisse in seiner Kindheit, aus den Zeiten als er mit den Eltern noch in Portugal wohnte, sind aus seinem Gedächtnis ausgeblendet und kommen erst im Laufe der jetzigen Ereignisse wieder ans Tageslicht. Dies wiederum setzt neue Dramen und schicksalhafte Begegnungen in Gang.

Angelika „Wieselchen“ Wies: Langjährige Sekretärin des Deutschen Botschafters. Durch Zufall gerät auch sie in den Strudel welcher Peter Becher ergreift. Im Grunde schwärmt sie für ihn, aber bis sie (und er) das merken ist es zu spät.

Hans Seifert: Deutscher Botschafter in Lissabon.

Jorge Jesús Ramirez: Vortragender Legationsrat im Auswärtigen Amt, Portugiese.

Senhor Aristide: Kommissar der portugiesischen Polizei, ein Ermittler der nicht locker lässt bis er ein Rätsel gelöst hat, zum Glück für Peter Becher.

Retzer: Ebenfalls Mitarbeiter an der Deutschen Botschaft, und ebenso wie Becher möchte er den Posten als Botschaftsrat haben. Die beiden sind Konkurrenten wie sie im Buche stehen, beide überaus bewandert im Tanz auf dem diplomatischen Parkett.

Yanaina: Ehemalige Geliebte von Becher senior aus Angola. Auch Peter Becher hat eine Schwäche für dunkelhäutige Schönheiten.

 

Kurzbeschreibung: 

 

Peter Becher, Erster Sekretär an der Deutschen Botschaft in Lissabon, hat neben seiner Karriere nicht viel Raum für anderes. Seine Beförderung zum Rat ist nur noch eine Frage der Zeit. Als er eine DVD findet, die seinen gewaltsamen Tod zeigt, erleidet seine Fassade Risse. Will ihn sein Kollege und Rivale um den Posten als Botschaftsrat bringen? Weiß sein Konkurrent von seiner Vorliebe für farbige Frauen?
Peter muss dem Rätsel auf die Spur kommen. Ein diabolisches Spiel zieht ihn in einen Sog dunkler Ereignisse, die bis zu Zeiten der Diktatur Portugals reichen, als Portugal und Angola das Zentrum weltpolitischer Entwicklungen waren. Dramatische Geheimnisse begleiten Peters Flucht vor seinem angekündigten Tod. Welche Schatten der Vergangenheit verfolgen ihn mit dem einzigen Ziel, sein Schicksal zu besiegeln?

Quelle: Bookshouse

Buch und Fazit: 

 

Peter Becher weiß bald nicht mehr ob er träumt oder wach liegt. Fiktion und Wirklichkeit vermischen sich so realitätsnah dass er bald meint, er würde verrückt. Auf einer DVD sieht er seinen gewaltsamen Tod, gefesselt, an einer Wand stehend, von Kugeln durchsiebt.

Diverse mysteriöse Hinweise führen ihn in die heruntergekommenen Favelas Lissabons, aber auch nach Angola. Dort entscheidet sich sein Schicksal.

Auf dem Weg dort hin erfährt er viel aus seiner Vergangenheit was er bis dato aus seinem Gedächtnis gestrichen hatte. Die Geliebte seines Vaters, den Verfall seines Vaters bis dieser nur noch ein Schatten seiner selbst war, den Unfalltod seines Vaters …

Wenige Tage genügen um ein völlig neues Bild der damaligen Zeit zu erhalten. Damals, als Angola sich aus der Umarmung Portugals frei kämpfte. Damals, als Portugal mit der sog. „Nelkenrevolution“ die Diktatur abschüttelte. Damals, als die Zeiten blutiger nicht hätten sein können.

Wie passt sein Vater in dieses Bild? Damals war er Botschaftsrat in Lissabon, ein Posten welcher auch für Peter Becher in greifbarer Nähe liegt, einzig sein Kollege und Konkurrent Retzer scheint noch im Weg zu stehen. Doch plötzlich ändert sich alles, sein Vater legt sein Amt nieder, scheidet aus dem diplomatischen Dienst aus, und wenig später, in Deutschland, begeht er Selbstmord.

Peter macht sich aufgrund des Videos und anderer merkwürdiger Begebenheiten auf die Spuren seines Vaters. Seine Recherchen sind lebensgefährlich. Am Ende sieht er das Puzzle gelöst vor sich liegen. Doch, wird diese Lösung sein Verhängnis werden? Kann er die Schrecken seiner kurzen Reise überleben? Oder holt ihn das Video doch noch ein, obwohl er, wenigstens für kurze Zeit, einen kleinen Vorsprung aushandeln konnte? Am Ende steht er womöglich doch an der Wand, gefesselt, mit vor Panik geweiteten Augen, und wartet auf den ersten Schuss …

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Um es gleich vorweg zu nehmen: Spannend, spannend, spannend! Ein Buch welches man ungern weg legt, und sei es nur um kurz das Badezimmer aufzusuchen 😉 . Von Anfang an ist man mitten im Geschehen, leidet mit Peter Becher mit, bekommt Herzklopfen vor Angst. Man ist fast versucht die letzte Seite aufzurufen nur um zu sehen ob er am Ende noch lebt oder … Aber nein, so etwas macht man nicht! Wenn ihr wissen wollt wie das Ende aussieht, dann fangt bei Seite 1 an und arbeitet euch lechzend, mit offenem Mund und klopfendem Herzen, zur letzten Seite durch, und das möglichst zügig bevor ihr einen Schwächeanfall erleidet 😀 .

 

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Zum Autor: 

 

Ruprecht Günther studierte an der FH München Grafik-Design und arbeitete jahrelang als Grafiker und Illustrator. 1997 entdeckte er seine Liebe zu Brasilien. Seine Aufenthalte wurden jedes Jahr ein wenig länger, bis er 2002 den Sprung wagte und zu seiner Frau nach Salvador da Bahia zog. Er vermietet hin und wieder an Touristen und betreibt einen kleinen Post- und Kunstkarten-Verlag. In Brasilien widmet er sich drei Leidenschaften: dem Schreiben, der Fotografie und der Musik. Im Lauf der Jahre entstanden einige Romane und viele Kurzgeschichten. Auf dem Motorrad und mit Kamera zieht er durch die Favelas, durchs Landesinnere und dokumentiert die afrobrasilianische Naturreligion „Candomblé.“

Quelle: Bookshouse

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