Rezension zu Dennis L. McKiernan: Die letzte Schlacht der Halblinge

Die Trilogie „Die Legende vom Eisernen Turm“ mit den Einzeltiteln *Die schwarze Flut/Halblingsblut*, *Die kalten Schatten/Halblingszorn* und *Der schwärzeste Tag/Halblingsbund* in einer kompletten Neuauflage, drei Bände in einem Buch vereint. Bereits Mitte der 80er geschrieben und erstmals veröffentlicht war die Trilogie sehr erfolgreich und erlebte mehrere Neuauflagen.

 

Allgemeines:

 

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Titel der amerikanischen Originalausgaben:

The Dark Tide, Shadows of Doom, The Darkest Day

Übersetzt von Fred Kinzel

Neuausgabe 12/2014

Copyright © 1984, 1985 by Dennis L. McKiernan

Copyright © 2014 dieser Ausgabe by Wilhelm Heyne Verlag, München in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Printed in Germany 2014

1040 Seiten

ISBN: 978-3-453-31640-9

 

 

Quelle Coverbild: Amazon

 

 

 

Coverbild:

 

Ein glühend roter Himmel, im Hintergrund ein Gebirge mit einem hohen Berg welcher sofort ins Auge sticht. Davor ein Gewässer. Auf diesem ist ein kleines Ruderboot mit mehreren Insassen unterwegs in Richtung des Gebirges. Rechts im Bild drängt sich ein Teil eines Schwertes mit schöner Gravur in den Vordergrund und macht gut 1/4 des Covers aus. Der Buchtitel prangt in gelb-orangenen Lettern und sieht auf alt getrimmt aus.

 

Bevor man im Buch zum ersten Kapitel gelangt ist eine Karte von Mithgar abgebildet um dem Leser die Möglichkeit zu geben, sich diverse Schauplätze dort anzuschauen. Solche Karten fand ich schon immer hilfreich (und wenn es bei Karl May ist 😉 ). Was mir fehlt wäre eine sichtbare Reiseroute …

 

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Figuren:

 

Wurrlinge: Tuck Sunderbank, Patrel Binsenhaar, Danner Brombeerdorn, Merrili Holt

Menschen: Hochkönig Aurion, Prinz Galen, Prinz Igon, Prinzessin Laurelin, Königsgeneral Vidron

Elfen: Fürst Gildor, Fürst Inarion

Modru der böse Zauberer

 

Klappentext:

 

Mithgar ist ein Reich des Friedens, in dem Menschen, Elfen, Trolle und Halblinge einträchtig miteinander leben. Doch dann legt sich ein dunkler Schatten über das Land, denn der mächtige Zauberer Modru hat im Verborgenen einen grausamen Plan geschmiedet, um die freien Völker Mithgars zu versklaven: Er entführt Laurelin, die bildschöne Verlobte des Hohen Königs Galen, und überzieht das gesamte Land mit Krieg. Noch während die Armeen der freien Völker gegen Modrus Dämonenheere kämpfen, macht sich der Halbling Tuck mit einer kleinen Gruppe Gefährten auf den Weg nach Gron, denn dort hält Modru Laurelin in seinem berüchtigten Eisernen Turm gefangen. Erst wenn die Prinzessin aus den Fängen des Bösen befreit ist, haben die freien Völker eine Chance, ihre Heimat zu retten. Die Reise dorthin ist jedoch tückisch und voller Gefahren, und mehr als einmal droht Tucks geheime Mission zu scheitern …

 

Buch und Fazit:

 

„Dennis L. McKiernans Romane sind ein Muss für alle Tolkien-Fans!“ … Publishers Weekly

 

Dem kann ich mich vorbehaltlos anschließen! Schön, da gibt es diese Nörgler und eingefleischten Tolkien-Fans welche es wohl am liebsten sehen würden, dass niemand anderes mehr über Halblinge, Orks, Elfen etc. ein Buch schreibt da dieses Recht einzig und allein Tolkien vorbehalten ist. … Bullshit! Ich finde es fabelhaft, dass so viele Autoren diese Figuren aufgegriffen und ebenfalls tolle Bücher geschrieben haben 😀 . Hier und da mag es zwar Parallelen und Ähnlichkeiten geben zu „Herr der Ringe“, na und? Betrachtet man das Buch von McKiernan im Ganzen tut das der Geschichte keinen Abbruch. Denn es gibt ebenso jede Menge Dinge, Schauplätze und Begebenheiten welche in Tolkiens Geschichte nicht vorkamen. Der Dusterschlund zum Beispiel. Dieser eiskalte Nebel welcher es Modru und seinen Spießgesellen ermöglicht, das Land mit Krieg zu überziehen, denn innerhalb des Dusterschlundes ist der Bann, welcher vor ewigen Zeiten (zum Ende der Zweiten Epoche) von Adon über die Geschöpfe der Untargarda (Modru, Gyphon) verhängt wurde, unwirksam.

Es gibt hier auch keinen Ring zu beschützen bzw. zu vernichten, sondern eine Prinzessin ist zu befreien und dann der böse Zauberer Modru zu vernichten. Klingt mir eher nach Grimms Märchen denn nach Tolkien, oder nicht?

Kein Zauberer steht der kleinen Gruppe von Wurrlingen, Elfen und Menschen mit seinen Künsten bei um gegen das Böse zu kämpfen. Kein furchterregender Nazgul ist zu sehen.

Mit der Aufzählung der Unterschiede könnte ich noch ewig weiter machen 😉 .

Fakt ist: Ein böser Zauberer versucht, die Herrschaft über ganz Mithgar an sich zu reißen aus Rache für seine Niederlage während des großen Bannkrieges. Dafür entführt er die Prinzessin Laurelin, welche mit dem Sohn des Hochkönigs, Prinz Galen, verlobt ist. Zahlreiche Horden seiner bösartigen Geschöpfe überschwemmen das Land und setzen den Verteidigern zu. Der Dusterschlund breitet sich immer weiter aus und droht ganz Mithgar zu verschlingen. Die Dorngänger (=Beschützer der Sieben Täler, Heimat der Wurrlinge) Tuck, Patrel, Danner und Merrili machen sich auf, den Hochkönig zu unterstützen und geraten mitten in einen Strudel aus Geheimnissen, Gewalt, Siegen und Niederlagen. Gemeinsam mit Menschen, Zwergen und Elfen machen sie sich letztendlich auf den Weg zum Eisernen Turm um die Prinzessin zu befreien und danach Modru endgültig zu vernichten.

Natürlich läuft dabei nicht alles wie am Schnürchen, und sie müssen einige Verluste verkraften bis sie endlich am Ziel sind: dem Eisernen Turm. Doch wie soll man einen Zauberer vernichten welcher es geschafft hat, einen so mächtigen Bann wie den von Adon außer Kraft zu setzen? Da muss es doch etwas geben was ihm plötzlich, nach tausenden von Jahren des Friedens, die Fähigkeit gegeben hat, zu alter Macht und Kraft zu gelangen bzw. sogar noch mächtiger zu werden! Die kleine, tapfere Truppe rund um Tuck und seine Dorngänger hat sich quasi auf gut Glück auf den Weg zum Eisernen Turm gemacht. Einen präzisen Plan gibt es nicht, da sie nicht wissen, womit sie es zu tun haben. Bleibt nur zu hoffen, dass sie Modrus Geheimnis auf die Spur kommen und dieses gegen ihn verwenden können, bevor es zu spät ist …

 

Von diesem Buch war ich absolut begeistert! Wunderbar zu lesen, spannend bis zur letzten Seite, und so toll beschrieben dass man Mithgar tatsächlich vor dem inneren Auge sieht 😀 . Mir ganz egal ob da nun Tolkien oder McKiernan sein schriftliches Unwesen getrieben hat 😉 dieses Buch ist es wert, die volle Teufelszahl zu erhalten:

 

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Zum Autor:

 

Dennis L. McKiernan wurde am 4. April 1932 in Missouri geboren. Im Alter von 18 Jahren trat er in die Air Force ein und kämpfte vier Jahre als Soldat im Korea-Krieg. Nach seiner Militärzeit studierte McKiernan Elektrotechnik. Er arbeitete als Ingenieur im Rüstungsbereich, bevor er sich entschloss, das Schreiben zum Beruf zu machen. Sein erstes Buch schrieb er 1977, während er sich von einem Autounfall erholte. Seitdem hat Dennis L. McKiernan über zwanzig Fantasy-Romane verfasst. Er lebt mit seiner Frau in Tuscon, Arizona und ist ein leidenschaftlicher Taucher und Motorradfahrer.

Quelle: Buch Klappentext

 

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