Rezension zu Susanne Ptak: Familienmord (Ostfrieslandkrimi)

Nach „Mord in Greetsiel“ ein weiterer Ostfrieslandkrimi der Autorin Susanne Ptak. Bald kann ich da eine Sammlung aufmachen 😉 .

Allgemeines: 

familienmord_ostfrieslandkrimi

Veröffentlicht als eBook

14 + 1 Kapitel, ca. 938 KB

1. Auflage 2015, Bremen (Germany)

Copyright © 2015 Klarant GmbH, 28355 Bremen

ISBN 978-3-95573-301-8

Quelle Coverbild: Klarant Verlag

Coverbild:

Eine Farm bei welcher ich mir nun echt nicht schlüssig werden kann ob diese nun in Ostfriesland oder in England liegt. Für England spricht das trübe Wolkengebilde über der Farm, aber schlechtes Wetter gibt es ja schließlich auch in Ostfriesland … Auf jeden Fall sieht die Farm irgendwie schnuckelig aus, wenn auch recht schmucklos. Trübe Stimmung ist vorherrschend auf diesem düsteren Bild, passend zu den Mordgeschichten des Buches …

Figuren:

Britta: Die ostfriesische Ausgabe von Ms. Marple. Gerät von einem Kriminalfall in den nächsten, welcher dann auch Dank ihrer Ermittlungen mit Bravour gelöst wird.

Steffen: Polizist, mit Britta liiert.

Nico: Brittas Bruder welcher den gemeinsamen Hof mit bewirtschaftet.

Jens: Nicos Lebensgefährte.

Werner: Hauptkommissar und somit Steffens Chef. Ist mit Brittas Freundin Martha zusammen.

Sarah: Tochter von Brittas Sandkastenfreundin Daniela, welche in England verheiratet ist.

Lady Harrington: Danielas Schwiegermutter, ein adeliger Drachen (nicht mit der Wahl ihres Sohnes einverstanden).

Phil und Anne: Danielas Freundinnen und Nachbarinnen in England, ein lesbisches Pärchen.

Nigel: Lady Harringtons Butler.

Leseprobe:

Britta bog in die Zufahrt nach Woodbridge Manor ein. Heute standen die Flügel des großen Tores offen und so fuhr sie direkt bis vor das beeindruckende Gebäude und parkte vor der ebenso imposanten Steintreppe. Skulpturen steigender Pferde begrüßten die Besucher rechts und links des Aufgangs. Rhododendronhecken umgaben das gesamt Gebäude, was im Frühling bestimmt wunderschön aussah und dem Ganzen ein weniger bedrohliches Aussehen verlieh.

Kaum waren sie die Treppe hinaufgegangen, wurde die rechte Seite der zweiflügeligen Eingangstüre geöffnet und Steffen sah jedes englische Klischee bestätigt, denn sie wurden von einem Butler in grauer Livree empfangen.

Britta sah den Mann erstaunt an. „Oh, Sie sind ja gar nicht Nigel!“

Der Butler verzog keine Miene und entgegnete nur: „Mein Name ist Robert. Mylady erwartet Sie im Salon.“

Steffen hatte kaum Zeit, sich umzusehen, denn Robert führte sie zügig durch die Eingangshalle zum Salon. Er würde Brittas Elternhaus immer noch nicht, wie von ihr vorhergesagt, als ärmliche Hütte betrachten, aber das hier war definitiv ein Herrenhaus, wie man es aus englischen Filmen kannte – bis hin zur Ahnengalerie am Treppenaufgang und den Ritterrüstungen in der Halle.

Robert öffnete diesmal beide Seiten einer ebenfalls zweiflügeligen Türe aus dunklem Holz und kündigte den Besuch an. Dann trat er zur Seite, um Britta und Steffen einzulassen.

Britta war völlig irritiert, als Lady Harrington sich erhob und auf sie zukam. Sie nahm Brittas Hand in ihre Hände und auf ihrem Gesicht war so etwas wie ein Lächeln zu sehen. „Vielen Dank, dass Sie meiner Einladung gefolgt sind, Britta.“

Buch:

Was für eine Horrornachricht trifft in Ostfriesland ein: Brittas Sandkastenfreundin Daniela ist tot – gestorben bei einem Reitunfall. Sofort machen sich Britta und Steffen auf nach North Yorkshire, England, wo Daniela geheiratet und eine Familie gegründet hatte. Auch Danielas Mann starb durch einen vermeintlichen Unfall ebenso wie der damals ermittelnde Polizeichef. Britta und Steffen stellen Nachforschungen an, denn an die Unfalltheorie glauben sie schon bald nicht mehr. Geht es um das Erbe der wohlhabenden englischen Adelsfamilie? Ist auch Danielas Tochter Sarah in Gefahr? Als mitten in der Nacht ein Viehtransporter mit englischem Kennzeichen  vor Brittas Hof hält, weiten sich die Ereignisse auch auf Ostfriesland aus …

(Quelle: Klarant Verlag)

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Zuerst stirbt der Mann ihrer besten Freundin Daniela, Edward, bei einem Autounfall, der verantwortliche Ermittler ebenso. Nun auch noch Daniela selbst. Ein Reitunfall soll Schuld sein, wo Daniela doch eine begnadete und überaus vorsichtige Reiterin war und ihr Pferd voll im Griff hatte.

Alarmiert fliegen Britta und Steffen nach England, denn an einen Zufall glauben beide nicht. Am Ende ist auch Sarah, Danielas Tochter, in Gefahr!

In England angekommen ist Einiges nicht so wie es eigentlich sein sollte: Danielas Schwiegermutter verhält sich auf einmal so friedlich, wo sie ihre Schwiegertochter früher nicht ausstehen konnte (diese deutsche Frau erdreistet sich einfach und heiratet einen reichen, englischen Adligen), Sarah ist spurlos verschwunden, ebenso vermisst Britta den seit Jahren treu ergebenen Butler Nigel. Aufgescheucht durch eine Aussage welche Sarah vor ihrem Verschwinden gemacht hat wird Edwards Unfall noch einmal analysiert. Könnte es sein dass sich jemand aus der Linie der Harringtons in Sachen Erbschaft und Adelstitel übergangen fühlt?

Einige Leute verhalten sich nervös und auffällig, da scheint es irgendwo ein Geheimnis zu geben welches mit den Todesfällen in Verbindung steht.

Dann geschieht noch ein Mord, und die Ermittlungen bringen Erstaunliches zutage.

Doch, wo ist Sarah? Wer ist der Mörder, geht es wirklich um das Erbe, denn alle bekannten Familienmitglieder scheiden als Verdächtige aus? Oder gibt es ein Familiengeheimnis welches bisher nicht an die Öffentlichkeit gedrungen ist?

Mein Fazit: 

Wie schon bei „Mord in Greetsiel“ handelt es sich hier um ein Buch welches nicht „zu schwer im Magen liegt“ beim Lesen. Geeignet für einen ruhigen Leseabend auf der Couch. Oder als leichte Urlaubslektüre am Strand. Die klassischen Höhen und Tiefen eines nerven zerreißenden Krimis fehlen, was aber nicht das Schlechteste sein muss 😉 . Spannungsgeladene, actionreiche Mordfälle mit Präzisionsermittlern, Profilern und Forensikern kann ich haben wenn ich den TV einschalte. Keine Frage, die schaue ich mir auch sehr gerne an, aber manchmal brauche ich auch leichte Kost 🙂 .

Auch hier gefallen mir der Schreibstil und die Nähe zur Realität. Nichts erscheint unmöglich oder gar utopisch.

Weiter so, Susanne 😀 .

Teufelchen4

Die Autorin: 

Susanne Ptak wurde 1964 in Düsseldorf geboren. 2003 zog sie mit ihrem Ehemann ins schöne Ostfriesland, wo sie sich vor einigen Jahren den Traum einer Schafskäserei erfüllt haben. Die Autorin liebt Krimis, in denen sie ihre Leidenschaft für Schafe, Wolle, Ostfriesland und leckeres Essen mit einfließen lässt. Traditionell spielen alle Krimis der Autorin in Ostfriesland und bieten Ihnen eine aufregende Mischung aus friesischer Ruhe, ländlicher Intrige und mörderischer Spannung inmitten von Weideland, Wolle, Schafen und guten Freunden. Im Klarant Verlag sind bereits vier Ostfrieslandkrimis veröffentlicht: Hexenmord, Grünlandmord, Wiekenmord, Rosenmord. Das eBook ‘Ostfriesennebel’ bietet 5 spannende Kurz-Krimis. Weitere Informationen über die Autorin und ihre Schafe erfahren Sie hier:

http://crazy-sheep-farm.blogspot.com/

Quelle: Klarant Verlag

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2 Kommentare zu “Rezension zu Susanne Ptak: Familienmord (Ostfrieslandkrimi)

  1. Pingback: Lesetipp: -Spinnkrimi- Grünlandmord von Susanne Ptak | Das Teufelsweib

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