Das Teufelsweib und der Konsalik-Staubsauger …

Bei der Arbeit hatte ich heute ein Erlebnis welches mich noch lange danach schmunzeln ließ. Zwar habe ich darüber schon eine kleine Geschichte auf meiner Facebook Seite geschrieben, aber sie gefällt mir so gut dass ich denke, sie hat auch einen kleinen Platz hier auf meinem Blog verdient 😀 . 

 

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Was das mit dem Konsalik-Staubsauger zu tun hat, und seit wann gibt es den? 

 

Nun, lest selbst und amüsiert euch darüber, wie diese Weltneuheit entstanden ist 😉 . 

 

… Das Teufelsweib goes – writing a book (ok, it´s just a little story) … 

 

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Anne hatte ausnahmsweise einmal eine Menge zu tun: Diverse Retouren Pakete, natürlich die meisten von Zalando und Konsorten (wer hätte das gedacht, da schreien also doch nicht alle vor Glück), ein Kunde wollte eine umfassende Unterweisung in Sachen Einschreiben haben (Ja was ist denn nun der Unterschied zwischen den drei Einschreibe Möglichkeiten? Welche ist die sicherste Art einen wichtigen Brief zu versenden? Wie war das noch mal mit dem Preis? hmm welches Einschreiben mache ich denn nun …). Anne klopfte schon ungeduldig mit den Fingerspitzen, natürlich unter der Theke, der Kunde sollte sich ja nicht beleidigt fühlen. Puh, ein Übergabe Einschreiben, na also, ging doch. Sie kassierte den fälligen Betrag, händigte den Nachweis aus und wünschte dem Kunden recht freundlich noch einen angenehmen Tag. Danach war eine Auszahlung vom Postbankkonto fällig, oh je, der Kunde hatte schon immer Schwierigkeiten damit sich seine PIN zu merken. Das war ja klar, zwei mal falsch eingegeben. „Also wenn sie die Nummer noch einmal falsch eingeben muss ich leider die Karte einbehalten und zum Entsperren nach München schicken.“ Der Kunde entschied sich noch einmal nach Hause zu fahren und sich die PIN dann auf die Handfläche zu schreiben. Sicher ist sicher, wer steht schon gerne ohne seine Bankkarte da.

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Und irgendwie war heute Tag des Postident, das musste sie wohl verschwitzt haben. Eine Menge Kredite für alle möglichen Anschaffungen welche damit endgültig beantragt wurden. Ach ja, hätte sie doch nur die Möglichkeit sich auf diesem Weg ein neuwertigeres Auto anzuschaffen. Nicht weiter darüber nachdenken, einfach weiter arbeiten. Der nächste bitte.

 

Ah ja, Sondermarken gesucht, also schaute sie in der Schublade nach welche dem Kunden am besten gefallen könnten.
Während sie dem Kunden die verschiedenen Sondermarken präsentierte zuckte sie plötzlich erschrocken zusammen. Da hinten, in ihrem Korb welcher auf dem Boden stand, klingelte das Handy. Mist, sie hatte ganz vergessen den Klingelton leiser zu stellen. Sie ließ sich bei der Arbeit nicht gerne von Telefonaten stören. Wären die Kinder nicht alleine zuhause gewesen, das Handy wäre erst gar nicht an geblieben.

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Während der Kunde noch unschlüssig die bunten Marken betrachtete drehte sie sich fix um und lehnte den Anruf mit einem Wisch über das Display ab. Ja, es waren die Kinder, HEIM war da ganz groß zu lesen. Sie seufzte. Was war denn nun schon wieder los? Die Kinder sollten doch nur anrufen wenn es wirklich, wirklich wichtig war. Aber bestimmt kam jetzt wieder eine Frage welche auch bis zum Feierabend hätte warten können, z.B. „Darf ich den Käse öffnen den ich im Kühlschrank gesehen habe? Können wir das Hackfleisch in der Gefriertruhe verwenden oder hattest du damit etwas anderes geplant?“.

 

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Anne verkaufte dem Kunden die gewünschten Sondermarken und hatte danach etwas Luft, die Warteschlange war abgearbeitet. Also rief sie schnell zuhause an um nach zu fragen was es denn so dringendes gäbe.

Rrrrrring rrrrrring es klingelte und klingelte, typisch. Erst anläuten und dann nicht warten können bis der Rückruf kam. Schließlich wussten die Kinder alle dass Mami nicht immer sofort ans Telefon kann. Ah, endlich, es wurde abgehoben. Kevin meldete sich und meinte gleich „Moment, ich geb dir Filiz“. Anne hörte ihn mit dem Telefon in der Hand durch die Wohnung laufen, die Treppe runter, er klopfte bei Filiz an (Zicken schließen gerne ihre Zimmer ab, wusstet ihr das schon?) und übergab ihr das Telefon.

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„Ja, Mami?“ — „Du hattest angerufen, was gibt es denn?“ — „Der Postbote war da und hat ein Paket gebracht, hast du einen neuen Staubsauger bestellt? Das ist nämlich ein Karton mit einem großen Staubsaugerbild drauf.“ — „Wie, Staubsauger? Sicher dass wir die Empfänger des Paketes sind? Nicht dass es wieder für einen der Nachbarn ist.“ — „Doch, dein Name steht drauf.“ — „Na dann kuck doch schnell mal wer der Absender ist. Aber beeil dich, ich sehe schon wieder Kundschaft am Eingang.“

 

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Anne musste sich das Handy zwischen Ohr und Schultern klemmen, sie hasste es so zu telefonieren, das gab später wieder Nacken- und Schulterschmerzen. Aber der nächste Kunde wollte seine Pakete los werden. „Mit oder ohne Nachweis?“ fragte sie. Der Kunde entschied sich für den Nachweis, also buchte sie dementsprechend am PC und händigte ihm den Beleg aus. „Das macht dann 13,98 € für die beiden Pakete. Auf dem Beleg stehen die Sendungsnummern, damit können sie die Pakete im Internet verfolgen.“

 

 

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Filiz meldete sich wieder: „Da steht Britt Toth drauf, wer ist das denn, kennst du die?“ — „Ach ja, das sind die gebrauchten Bücher welche Britt aussortiert hat, sie weiß dass ich gerne Konsalik lese, da hat sie mir ein Paket fertig gemacht.“

Der Kunde hatte inzwischen passend abgezählt und bekam noch die Quittung ausgehändigt. „Schönen Tag noch“. — „Darf ich es aufmachen? Ich will sehen was das für Bücher sind.“ — „Na dann mach halt auf, ich muss hier weiter machen, bis später, tschüss.“

Anne machte den Klingelton noch schnell leiser, dann legte sie das Handy wieder zurück in den Korb. „Juchee!“ freute sie sich, „nun geht mir der Lesestoff eine ganze Weile nicht mehr aus. Da bin ich ja mal gespannt welche Bände das so sind.“

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Toll, irgendwie war das typisch. Erst standen alle Schlange, das Telefon klingelte, also kam alles auf einmal. Und nun? Niemand zu sehen. Totenstille. Na schön, sie setzte sich wieder auf ihren selbst gebastelten Stuhl aus gelben Postkisten und nahm ihr Buch in die Hand welches sie gerade las: Das Licht der Welt. Im dritten Buch war sie schon, Seite 559 von 1150. Bald würde sie damit fertig sein, könnte die Rezension dazu schreiben und sich dem nächsten Buch widmen.

 

 

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So, nun wisst ihr Bescheid 😉 . Als absoluter Fan von Konsalik und seinen Büchern war ich natürlich total begeistert als ich die Bücher nach der Arbeit endlich in Augenschein nehmen konnte. Sie konnten sich nun zu meinen Konsalik Büchern gesellen welche z.T. schon jahrelang in meinem Bücherschrank wohnen: 

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Zudem habe ich noch Das Regenwald Komplott, Sibirisches Roulette, und, man lese und staune, Das Teufelsweib 😉 . Leider konnte ich diese Bücher nicht fotografieren da die Coverhüllen seit langer Zeit verschollen sind 😛 . 

 

Tja, soviel zu meinem heutigen Arbeitstag und dem Konsalik-Staubsauger (nun habt ihr zusätzlich noch einen kleinen Einblick bekommen wie es am Postschalter so zugehen kann). 

 

Bye Bye bis zum nächsten Mal, vielleicht schreibe ich ja nun öfter mal so kleine Anekdoten auf? (muahahahahaha nun sind aber einige von euch totenbleich geworden hihi). 

 

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