Rezension zu Maria G. Noel: Urlaub im Mittelalter

Auf „Blogg dein Buch“ läuft momentan die Aktion „Lovely Selfies – Selfpublisher Bücher Challenge 2015 – Die beliebtesten Selfpublisher Bücher 2015“. Gerne habe ich mich daran beteiligt und mich für die „Flederzeit“ bzw. eine Spin-Off Geschichte zur „Flederzeit“ entschieden, sprich das Buch von Maria G. Noel mit dem Titel:

Urlaub im Mittelalter

 

Allgemeines:

 

9e4d76d5a0e84231b55caa0b2fde1a7b.front_cover.KHB73EF929BHEText Copyright © 2014

1. Auflage

Lektorat und Korrektorat: Geschichtenflüsterer

Coverdesign: Veronika Aretz

Homepage der Autorin: winacht-und-noel.de

Erschienen im VA-Verlag

Quelle Coverbild: bloggdeinbuch.de

 

Buchcover:

 

Auf dem Cover sind die beiden Hauptfiguren des Buches zu sehen, jeweils so abgebildet wie sie sich die Autorin wohl vorgestellt hat: Da ist Brigitte, ein hippes Girl der 70er, sie sitzt auf ihrem Koffer, im knallroten Minirock, mit aufreizenden Stiefelchen, auf der Nase eine überdimensionale Sonnenbrille, und dann natürlich der Sonnenhut, der darf ja im Urlaub nicht fehlen 😉 . Rechts dahinter das krasse Gegenteil, der mittelalterliche Ritter Johann, Herr der Burg Ehrenberg, welche ganz weit im Hintergrund zu sehen ist. Logischerweise trägt er eine Rüstung, Schild und Schwert und sitzt auf einem edlen Ross 😀 . Die prächtige Blumenwiese zu ihren Füssen gehört auch zu einem prächtigen Urlaub in den Bergen dazu. Ein schön gemachtes Cover, wenn auch nicht ganz dem Buch entsprechend, denn darin ist die Burg noch nicht fertig gebaut, also eigentlich eine Baustelle.

 

Klappentext: 

 

„Brigitte freut sich riesig auf den ersten Urlaub mit ihrem Freund Michael. In den Tiroler Alpen wollen sie, gemeinsam mit einem anderen Pärchen, ein paar unbeschwerte Hütten-Tage verbringen. Dass es dort nur einen Schlafraum gibt – na und? Schließlich leben sie in den fortschrittlichen Siebzigern.

Doch alles kommt anders: Im Bett wird ausschließlich keusch geschlafen, die Stimmung ist unter aller Kanone. Bis die Bombe platzt: Ihr Michael hat eine Andere.

Auf die Trümmer ihres Lebens blickend, will Brigitte nur noch nach Hause. Doch auf dem Heimweg gerät sie in eine Höhle voller beißender Fledermäuse.

Plötzlich findet sie sich im Mittelalter wieder. Dort trifft sie Johann, den Herrn der Burg Ehrenberg, einen äußerst schmucken Ritter. Was mit Michael nicht gelang, erlebt sie nun mit ihm – den Urlaub ihres Lebens.“

 

Story und Fazit: 

 

Zur Story ist eigentlich nicht viel mehr zu sagen als es schon aus dem Klappentext zu entnehmen ist. Okay, man kann noch hinzufügen dass das befreundete Pärchen Robert und Renate heißt. Und Renate ist, wie sich schnell herausstellt, die neue Flamme von Michael. Allerdings stellt sich bis zum Ende des kurzen Buches auch heraus, dass diese Beziehung von vornherein zum Scheitern verurteilt da ausnahmslos hormongesteuert war, sprich: nicht die Liebe sprach Michael und Renate aus dem Herzen, sondern rein die sexuelle Begierde. Und diese erlischt bekanntlich recht schnell …

Was uns nun zu Brigitte und Johann bringt. Brigitte landet ja nach dem seltsamen Fledermausbiss im Mittelalter, wird dort von Mila quasi aufgefangen und erst einmal darüber aufgeklärt, was ihr nun eigentlich passiert ist. Denn Brigitte ist nicht die erste Zeitreisende welche durch die Höhle kam.

Ritter Johann ist außer Mila der einzige, welcher sich an den Zeitreisenden interessiert zeigt. Die Dorfbewohner und auch die Bediensteten in der Burg haben nur Angst vor dieser „Hexerei“. Er möchte so viel wie möglich über die Zukunft wissen. Und er zeigt auch Interesse an Brigitte, allerdings nicht so wie diese es sich vorstellt. Brigitte verknallt sich sofort in ihn, ist er doch, zumindest vom Aussehen her, ein Traum von einem Mann. Schnell wird ihr allerdings klar dass Frauen in dieser Zeit eher Gebrauchs- und Schmuckgegenstände sind. Mit einigen Kniffen und Tricks der modernen Frau gelingt es ihr zwar, ihn vom allgemein üblichen „drauf-drüber-runter“ abzubringen und ihm zu zeigen, dass beide Seiten Spaß am Sex haben können. Diese Szenen sind auch schön erotisch beschrieben, haben aber leider mit Liebe nicht viel zu tun.

Was Brigitte auch klar wird als sie wieder in ihre Zeit zurück katapultiert wird. Sie möchte wieder zurück und schafft es auch, allerdings nur um zu sehen dass Johann sich inzwischen wieder zurück entwickelt hat. Er ist verheiratet, hat sich mit Mila eingelassen welche ein Kind von ihm hat. Und er sieht Frauen immer noch als schöne Nebensache an.

Das Ende vom Lied ist, wie sollte es auch anders kommen: Brigitte bleibt schwanger zurück, mit Michael kommt alles wieder ins Lot, denn inzwischen hat er gemerkt dass das mit Renate reiner Sex war, die Neugier auf etwas Neues. Sie heiraten und haben ein relativ schönes (Rest-) Leben mit Familie.

Tja, das war es dann auch schon. Für mich eine Geschichte wie sie das Leben immer und immer wieder schreibt. So richtig mit Zeitreise-Geschichten hat dieser Roman leider nicht viel zu tun. Genauso gut hätte es Brigitte auf den Mars oder nach Atlantis verschlagen können. Diese Zeitreise war einfach nur ein Beiwerk zu: Sex, Begierde, Erotik und das in den 70ern aufgekommene Verständnis von freier Liebe.

Dieses Buch erinnert mich eher an diese Fortsetzungsromane in den üblichen Weiberzeitschriften welche beim Arzt und beim Frisör ausliegen. Ohne besonderen Tiefgang. Einfach nur damit man was zum Lesen hat. Schade. Eigentlich hatte ich mir mehr davon erhofft.

(PS: Diese Weiberzeitschriften lese ich natürlich nicht da ich sie ganz einfach diskriminierend und abwertend finde. Frauen werden da zu dem abgestempelt was Männer meist in ihnen sehen: Köchinnen, Putzfrauen, Bettgenossinnen, und für den netten Abend mit dem Chef schmückendes, gut gekleidetes und aufgebretzeltes Beiwerk 😉 .)

 

Teufelchen2

 

Sorry Maria, mehr ist da leider nicht drin 😦 . Aber trotzdem bedanke ich mich bei dir für das persönlich signierte TB-Exemplar. Und wer weiß, über die Zeit, mit mehr Erfahrung und Recherchearbeit, kommt auch mal ein Buch von dir auf den Markt welches ich mit 5+ bewerten kann 😀 . Auf jeden Fall lese ich bei dir (bzw. bei euch) weiter 😉 .

 

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2 Kommentare zu “Rezension zu Maria G. Noel: Urlaub im Mittelalter

  1. „Frauen werden da zu dem abgestempelt was Männer meist in ihnen sehen: Köchinnen, Putzfrauen, Bettgenossinnen, und für den netten Abend mit dem Chef schmückendes, gut gekleidetes und aufgebretzeltes Beiwerk“

    Ich möchte nicht wissen, mit was für Männern du in deinem Leben meistens zu tun hattest 😉
    Ich glaube die Zeiten haben sich da doch etwas geändert?

    Gefällt 1 Person

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