Rezension zu Anna Fricke: Weil Liebe immer stärker ist

 

 

Weil Liebe immer stärker ist - CoverAllgemeines:

Weil Liebe immer stärker ist

Verlag – Anna Fricke, Hägerfeld 1, 33824 Werther

Copyright © Anna Fricke

Titelbild – Inka Mareila

ISBN: 1500199540

ISBN-13: 978-1500199548

1. Auflage

Printed in Germany by Amazon Distribution GmbH, Leipzig

Quelle Buchcover: Amazon

Buchcover:

Da ich das Buch als eBook zur Verfügung gestellt bekam, danke nochmal an Anna dafür :D, kann ich nicht sagen wie das als Print aussehen würde. Aber: Das Cover passt für mich perfekt zu dem Buch. Für mich sieht das aus wie ein Sonnenuntergang, Ende eines Tages, und am Ende wird alles gut. Das wie ein Scherenschnitt gehaltene Pärchen vor diesem Sonnenuntergang zeigt einfach das Wesentliche: Sie lieben und vertrauen sich. Dahinter ist eine Straße zu erkennen, super geeignet als Motorradstrecke mit den leichten Kurven.

Figuren:

Lily, nach einem schweren Motorradunfall (ihr Mann kam dabei ums Leben) ein Angsthäschen was den Umgang mit Motorrädern betrifft. Und mit dem Auto ist sie nicht mehr fähig eine Autobahn zu befahren.

Sven, ein Fahrlehrer mit psychologischer Ausbildung welcher sich auf solche Angsthäschen wie Lily spezialisiert hat.

Jessica, liiert mit Sven.

Dr. Brinkmann, Lily´s Therapeut.

Story:

Angsthäschen Lily bekommt von Dr. Brinkmann den Tipp sich bei einer Angsthasenfahrschule unter der Leitung von Sven zu melden, um endlich wieder ganz normal am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Die Therapie verläuft sehr erfolgreich, jedoch ergibt sich eine komplizierte Geschichte da Lily sich in Sven verliebt (was auf Gegenseitigkeit beruht). Das Komplizierte daran? Sven ist der Meinung dass ein Lehrer niemals mit einer Schülerin … Und dann wäre da noch Jessica welche nicht bereit ist, die labile Beziehung zu Sven aufzugeben. Zudem entwickelt sie sich zu einer gefährlichen Stalkerin.

 

Weil Liebe ... Kapitel 1

 

Schreibstil:

Am Anfang eines Kapitels steht immer ein passendes Zitat, von berühmten Persönlichkeiten. Oder auch von der Autorin. In Kapitel 1 beschreibt ein fiktiver Erzähler das Geschehen aus der Sicht von Lily, ihr Handeln, ihre Gedanken. Es wird in der Vergangenheitsform geschrieben, denn alles das ist ja schon passiert. Der Prolog weicht davon ab, das ist die Jetzt-Zeit. Es passiert in diesem Augenblick, und alles was zum Ereignis im Prolog geführt hat, das ist die eigentliche Story. Kapitel 2 befasst sich auf diese Weise mit Sven. Aus der Sicht dieser beiden wird die ganze Geschichte erzählt. Immer abwechselnd bis, ja bis in einem Kapitel jeweils beide zu Wort kommen. Was für mich so aussieht als solle das Tempo so langsam gesteigert werden. Es wird interessanter, die Ereignisse überschlagen sich. Geschrieben ist der Roman so dass man ihm locker folgen kann. Nichts besonders Kompliziertes taucht auf wo man sich richtig konzentrieren müsste um den Faden nicht zu verlieren. Was aber nicht negativ aufgefasst werden darf. Ein Buch, ideal um zwischendurch einmal zu schmökern ohne bis zum nächsten Mal etwas vergessen zu haben. Man findet sofort wieder in die Story rein.

Auszug aus Kapitel 1: 

„Verdammt! Verdammt, verdammt, verdammt…!“ Nun war es doch schon über ein Jahr her und trotzdem bereitete es ihr Schmerzen, das Motorrad anzusehen. Früher sah die kleine und wendige Suzuki GSXR 750 so für sie aus: Sportlich lehnte sich das blaue Design mit den stürmischen Zacken vorne über die Gabel, als versuchte es, das Vorderrad einzuholen. Gleichzeitig legte sich die glatte, glänzende und im Wind fast zerfließende Verkleidung um die empfindlichen Stellen der kleinen Lady. Die integrierten Blinker schmiegten sich unauffällig in das zackige Design und schienen sich nur davon abheben zu wollen, wenn man mit dem linken Daumen zärtlich über den schwarzen Schalter strich. Der wundervolle schwarze Rahmen wirkte dezent und stabil, die silbernen Fußrasten hoben sich entsprechend deutlich davon ab. Ein selbst montierter Auspuff sorgte für den vollen Sound. Auf der kräftigen Burst der schlanken Lady thronte ein gewölbter Tank in einem dunkleren Blau. Der Übergang war fließend. Durchbrochen wurde diese friedvolle Farbe von dem weißen Zacken, der sich frech fast bis zu der Sitzbank zog, die in den gleichen Farben bespannt war. Das luftige Heck lag ausgefedert etwas höher als der Tank und verlieh der Dame ein super sportliches Aussehen. Das Weiß des Hecks wurde durch das helle Blau des Soziussitzes und dem schwarzen Riemen angenehm unterbrochen.

Aber seit dem Unfall vor einem Jahr …

Mein Eindruck und Fazit:

Um dieses Buch auf die richtige Weise lesen zu können musste ich mich selbst um ca. 30 Jahre zurück versetzen. Denn: Meine Altersklasse wird damit nicht angesprochen 😉 Es ist eine Geschichte welche exakt in die heutige Zeit passt. Allerdings sind die Figuren noch recht jung (in den 20ern) und benehmen sich auch entsprechend. Schon die Sprache lässt das erkennen. Untereinander sprechen Lily, Sven, Dr. Brinkmann und noch andere sehr höflich miteinander. Fast schon zu höflich manchmal was dann leicht gekünstelt aussehen kann. In ihren Gedanken hält Lily z.B. sich nicht zurück, da fallen schon mal kiloweise grobe Schimpfwörter 😀 . Jessica fällt da aus dem Rahmen, sie ist sprachlich gesehen schon eher der Gosse nahe, sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Gepaart mit ihrer (am Ende begründeten) Eifersucht kommen da ganz schön krasse Sprüche raus.

Die Geschichte an sich passiert mir fast zu schnell. Alles wird recht schnell abgehakt, Probleme ohne Schwierigkeiten gelöst, alles passt ineinander wie ein guter Reißverschluss.  In meinen Augen Wunschdenken, denn im echten Leben läuft es niemals so glatt. Die Therapie macht rasante Fortschritte (wo andere Klienten von Sven doch sehr viel mehr Stunden brauchen). Das Motorrad schreckt Lily auf einmal gar nicht mehr. Jessica wird ohne Probleme als Stalkerin überführt und aus dem Weg geräumt (natürlich von der Polizei, was dachtet ihr denn? 😉 ). Kein Wunder dass ich nach zwei Badewannensessions oder, anders ausgedrückt, in knapp 3 Stunden schon durch war mit Lesen.

Wie das Ende aussieht wird einem eigentlich schon so ein bisschen im Prolog verraten, das ist keine große Überraschung mehr. Schade. Dadurch mangelt es dem Roman an der nötigen Spannung welche ich doch so liebe.

Man kann viele Parallelen zum Leben der Autorin feststellen: Sie liebt Motorräder, arbeitet in einer Fahrschule, lernt nun selber den Beruf Fahrlehrer … 😉

Fazit: Kein Buch welches ich mir nun immer wieder kaufen würde, dafür bin ich dann doch schon zu alt *grins*. Jedoch für Jugendliche, Teenies und Twens super geeignet. Diese denken noch in den Bahnen wie Lily und Sven. Auch sie sind auf der romantischen Suche nach ihren Märchenprinzessinnen und -prinzen. Und in ihren Phantasien spielen sich wahrscheinlich solche oder ähnliche Szenarien ab wie in diesem Buch beschrieben.

Mit der Bewertung hatte ich etwas Schwierigkeiten, da mir eine drei zu wenig erschien (in Hinsicht darauf dass die Zielgruppe den Roman sicherlich mehr lieben wird wie ich), eine vier wäre aber doch schon zu viel (man braucht ja auch noch Luft nach oben für den nächsten Roman von Anna 😀 ). Also wurde es dieses Teufelchen, auf einer Skala von 1 – 5:

 

Teufelchen3,5

 

Steckbrief zu Anna Fricke:

  • Geboren 09.01.1990 in Steinheim/Höxter
  • Aufgewachsen in Lippe
  • Abitur an der Waldorfschule Lippe 2009
  • Theologie und Germanistik Studium ab 2010
  • Schrieb während des Studiums einen Roman und einige Kurzgeschichten
  • Trennte sich von ihrem Verlag, mit „Versprich mir einen Kuss“ (01.07.2014 veröffentlicht) beschreitet sie den Weg zur Veröffentlichung in Eigenregie
  • Es folgte „Weil Liebe immer stärker ist“
  • Neues Projekt: Ein High-Fantasyroman, welcher am 01.03.2015 erscheinen wird (Teil einer epischen Schamanen Reihe)
  • Anna wohnt mit ihrem Mann in Werther (Westfalen), hat einen Bachelor und steckt nun mitten in der Ausbildung zur Fahrlehrerin

 Anna Fricke PortraitQuelle Portraitfoto: Anna Fricke

Bei der Rabenmutti wurde Anna Fricke übrigens mal auf den Zahn gefühlt. Wer also noch mehr über sie erfahren möchte klickt sich einfach hier zum Autoreninterview 😀 .

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