Auf den Hund gekommen – und wie?

Viele von uns (vor allem Eltern) stehen irgendwann einmal vor der Frage: Haustier ja oder nein? Und wenn ja, welches bitte schön? Nun, bei uns/mir gab es schon Vögel, Fische, Katzen, Meerschweinchen, Zwergkaninchen, Riesenhunde (Bobtail etc.). Mit den vierpfotigen Käfigtieren konnte ich mich nie so wirklich anfreunden, und auch die Kinder haben sehr schnell das Interesse verloren (meist wenn das zweite oder dritte Mal Käfig putzen anstand lol). Also die kommen mir schon mal nicht mehr ins Haus. Vögel liebe ich, sind unterhaltsam, hübsch anzusehn (ich hatte Zebrafinken, Wellensittiche und Nymphensittiche in meiner Jugendzeit). Hier bekommt man aber immense Probleme wenn es mal in den Urlaub geht. Wohin mit den Federfreunden? hmmmmm ok auch nicht mehr. Fische würde ich mir gerne wieder her tun, aber das liebe Geld bis alles eingerichtet ist oO. Katzen? nee lieber nicht mehr. Die wollen zwar nicht Gassi gehn, sind mir aber doch zu unabhängig und auch im Urlaub ein Problem.

Also: Vor 4 Jahren wieder auf den Hund gekommen! Und was für einer hihihi

 

Darf ich vorstellen: Clausi 🙂 Ein Spitzmischling mit Tendenz zum Zirkushund 😉 Inzwischen 6 Jahre alt und kein bisschen weiser …

 

 

 

Clausi

 

 

Und wie kam es dazu dass er bei uns einziehen durfte? Ganz einfach: das magische Wort bei mir lautet Tierschutz. Hunde aus privater Zucht sind sehr teuer, mit oder auch ohne Stammbaum (unser Bobtail damals hatte keine Papiere und lag doch bei 700 Euro). Hier in den Tierheimen wurde ich nicht fündig. Zu groß, zu alt, zu krank etc. Und über privat bin ich recht skeptisch. Tja, dann habe ich mich an den PC gesetzt und mal nachgeschaut welche Tierschutzorganisationen es im Umkreis gibt und welche Tiere sie in der Vermittlung haben. Meine Kriterien: Kein Welpe mehr, nicht sehr groß (sonst geht der Hund mit dem damals 5-jährigen Sohn und den beiden älteren Kindern mit 10 und 11 Jahren spazieren anstatt umgekehrt ggg), kein notorischer Kläffer (wir wohnen in Miete und haben viele Nachbarn aussen herum).

Beim Verein Hundehilfe Hundeherzen e.V. in 63477 Maintal (bei Frankfurt am Main, inzwischen umgezogen nach 65597 Hünfelden) wurde ich dann fündig. Das Foto gesehen, den Bericht über den Werdegang des kleinen Helden gelesen, VERLIEBT!

 

 

Hundepass

 

 

Das Weitere war eigentlich ein Kinderspiel. Der kleine Clausi war ein Hund welcher aus einer sog. Tötungsstation in Spanien gerettet wurde und nach Deutschland in eine Pflegestelle kam, zur lieben Frau Krönung. Dort haben wir ihn dann einmal besucht und sind auch mit ihm im Schneetreiben spazieren gegangen etc. Alles ganz entspannt. Er hatte uns alle gleich sehr gern. Eigentlich hat er jeden sehr gern und drückt das ungefähr so aus: Aus dem „Sitz“ hochspringen und Bussi mitten ins Gesicht geben hihihihi (Deshalt auch Zirkushund 😉 ). Nach diesem Besuch war klar: Diesen oder keinen. Also schnellstmöglich die Formalitäten erledigt (Tierschutzvertrag unterschreiben, und die Aufwandsentschädigung i.H.v. 300 Euro für die medizinische Versorgung und die Kastration bezahlen), Hundeleine und -halsband besorgt und Termin zur Abholung ausgemacht.

 

 

Clausi im Schnee

 

 

Bäääääääääm schon war er in unserer Mitte und nicht mehr weg zu denken. Einmal bekamen wir nach ein paar Wochen noch Besuch von zwei netten Damen des Vereins Hundehilfe Hundeherzen e.V. welche sich überzeugt haben dass Clausi sich wohl fühlt und munter durch den großen Garten tollt. Hach ja, ziemlich genau 4 Jahre ist das jetzt her, und wir haben es bisher nicht bereut.

 

 

Clausi geschoren

 

 

Klar, ganz am Anfang hatte er noch Verlustängste und wollte nicht von meinem Bettende weichen (immer schön auf den Füßen geschlafen). Er musste sich auch noch etwas daran gewöhnen dass wir Vormittags das Haus verlassen haben, die einen zur Schule, meinereiner zur Arbeit. Aber auch das hat er prima hinbekommen. Inzwischen ist er ein gemütlicher, verspielter, oft verschlafener, frecher, kleiner … Zirkushund 🙂

 

 

Chill-Clausi

 

 

Wenn ihr Fragen habt zum Thema Tierhilfe: einfach unten auf das Banner des Vereins klicken, und schon „werdet ihr geholfen“. Natürlich läuft es nicht mit jedem Tier so optimal wie bei uns, viele sind sehr verängstigt, schlecht behandelt worden oder haben die eine oder andere „Macke“. Doch lässt sich für so ziemlich jeden tierliebenden Haushalt das passende Haustier finden 😉

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13 Kommentare zu “Auf den Hund gekommen – und wie?

  1. Soo ein süßer!
    Hier gabs immer Katzen und wird immer welche geben.
    Ein Hund ist uns zu wenig selbstständig..da denken wir wohl genau umgekehrt.
    Katzis wollen nicht Gassi geführt werden gggg.

    Dennoch dein Clausi ist süßer 🙂
    lg. Sina

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  2. Ha! Ich habe den Beitrag gefunden 😀 Das ist ja wirklich ein Schnuckel! Bei uns kam keiner ein zweites Mal vorbei um zu schauen, was aber glaube ich eher an meinem Blog liegt, der fleißig von deinen gelesen wird und das unsere Hundeschule viele Bilder macht, die sie dort sich auch anschauen können um sich von seiner Gesundheit zu überzeugen.

    Gefällt 1 Person

  3. Pingback: Bloggeburtstag … 1 Jahr mit dem Teufelsweib | Das Teufelsweib

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